Kochen, Karma und Kapitalismus

von Melanie Roggisch • Montag, 8. April 2019

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Restaurant und haben gerade ein köstliches Abendessen genossen. Sie verlangen nach der Rechnung und öffnen Ihre Geldbörse. Plötzlich sagt Ihnen der Kellner: „Das macht 0 Euro aus, jemand hat Ihnen diese Mahlzeit geschenkt. Wir laden Sie ein, dem nächsten Gast ein Essen zu bezahlen“.

Karma, Baby!

Diese Idee der Karma Kitchens wurde schon in vielen Ländern verwirklicht und alle funktionieren nach dem Prinzip pay-it-forward. Der Begründer ist Nipun Mehta. Er hat im Silicon Valley vielversprechende Jobaussichten ausgeschlagen, um sich auf die Suche nach dem Sinn zu machen. Gefunden hat er ihn in der Geschenke-Ökonomie und dem Prinzip der Großzügigkeit.

Geld macht (nicht) glücklich

Mehtas Idee ist simpel: „Momentan ist unsere Wirtschaft auf Geld als Kapital aufgebaut. Es gibt aber noch andere Formen von Kapital, zum Beispiel Zeit, Aufmerksamkeit oder Gemeinschaft“. In zahlreichen Projekten setzt er seine Vorstellungen erfolgreich um.   

Bruttonationalglück – eine Illusion?

Funktioniert die Idee Mehtas auch in großen Systemen? Diese Frage ist berechtigt. Das Beispiel Bhutan zeigt, dass es möglich ist. Das Königreich Bhutan in Südasien setzte sich schon im 18. Jahrhundert das Glück der Bevölkerung als Ziel. Das Bruttonationalglück ist dort wichtiger als das Bruttoinlandsprodukt. Die Basis des „Glücks“ besteht aus 4 Säulen: soziale Gerechtigkeit, Kultur, Umwelt und Politik. Seit 2008 wird die Bevölkerung regelmäßig zu ihrem Wohlbefinden befragt. Auf die Befragungen folgen Veränderungen, die das Leben der Bhutaner positiv beeinflussen.

„Es braucht kleine Schritte für große Veränderungen“, sagt auch Nipun Mehta und erzählt uns beim Corporate Culture Jam mehr über den Sinn der Gemeinschaft und des Gebens. Wollen Sie am 21. und 22. Mai mit uns jammen? Sichern Sie sich vergünstigte Tickets mit dem Code ID-790 und sparen Sie 400 Euro. Das komplette Programm gibt es hier.

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